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Blasmusikverband
Rhein-Neckar e.V.

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Deutschland
Kontaktdaten: Ansprechpartner: Helmut Spannagel

Interview zum Galadoppelkonzert der Stadtkapelle Wiesloch und des Musikverein Nußloch

Plakat, Galakonzert 2016_kleiner

 

 

 

Anlässlich des 1250-jährigen Jubiläums der Gemeinde Nußloch veranstaltet der Musikverein Feuerwehrkapelle 1875 Nußloch e.V. und die Stadtkapelle Wiesloch am 12. Juni 2016 ab 17 Uhr in der Olympiahalle Nußloch ein Galadoppelkonzert.

Auf Grund dieser außergewöhnlichen Veranstaltung haben wir die beiden Vorsitzenden der beteiligten Vereine zu einem Interview gebeten.

 

 

 

Frage: Stellen Sie sich zunächst bitte einmal vor!

H.K.: Ich bin Horst Kummerow. Ich bezeichne mich gerne als „Wieslocher mit Wohnsitz Nußloch“ weil ich seit 35 Jahren in Nußloch lebe; mich aber musikalisch und kulturell vorwiegend in meiner Heimatstadt Wiesloch engagiert habe. So habe ich als Vorsitzender der Stadtkapelle Wiesloch in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit den Grundstein gelegt für einen erfolgreichen Aufbau der Stadtkapelle Wiesloch und auch die ganze Zeit dort musiziert. Zu Beginn meiner musikalischen Laufbahn war ich zusätzlich ca. 10 Jahre bei der Feuerwehrkapelle Nußloch aktiv.

T.F.: Ich bin Thomas Fellhauer (mit der Blasmusik als Enkel von Edwin Sickmüller (Tuba) aufgewachsen). Musiker, Vorsitzender, Teamplayer, Mondspritzer

Frage: Wie kam es zu diesem Doppelkonzert?

H.K.: Ich bin (wieder einmal) Vorsitzender der Stadtkapelle Wiesloch und es war mir ein besonderes Anliegen mit der Stadtkapelle Wiesloch in einem Konzert in Nußloch aufzutreten. Dies auch um die Verbundenheit mit dem Musikverein Nußloch anlässlich des Nußlocher Gemeindejubiläums zu zeigen und um den Nußlocher Bürgerinnen und Bürger, mit einem sehr großen Potential an Blasmusikern, die Bläsermusik in einem etwas anderen Rahmen näher zu bringen.

T.F.: Wir haben den Vorschlag von Horst Kummerow dankbar angenommen, weil wir damit einen besonderen Beitrag zur 1250 Jahrfeier der Gemeinde Nußloch leisten können . Wir wollten damit auch die Chance nutzen im Rahmen eines Konzertes zusammen mit einem großen Orchester die Olympiahalle in einen Konzertsaal umzuwandeln.

Frage: Stellen Sie Ihre Orchester bitte vor!

T.F.: Musikverein Feuerwehrkapelle Nußloch

H.K.: Die Stadtkapelle Wiesloch ist ein Blasorchester mit rd. 60 Musikerinnen und Musiker und feiert in diesem Jahr ihr 120jähriges Bestehen. Das Repertoire der Stadtkapelle Wiesloch umfasst alle Ausdrucksformen welche die Bläsermusik bietet. Die Stadtkapelle Wiesloch ist in allererster Linie ein leistungsorientiertes Konzertorchester. Die Spezialität „der Wieslocher“ ist die Darbietung von klassischen und zeitgenössischen Kompositionen bis zur höchsten Leistungsstufe. In den Wertungsspielen auf regionaler Ebene war die Stadtkapelle Wiesloch in den letzten vier Jahrzehnten äußerst erfolgreich. Vier CD´s geben Zeugnis von einem außerordentlich vielfältigen und produktiven Musikschaffen. Auftritte in Funk und Fernsehen runden das Erscheinungsbild der Stadtkapelle Wiesloch ab. Als Botschafter der Stadt Wiesloch war die Stadtkapelle nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich, England, Ungarn, Südtirol, USA unterwegs.

Frage: Welche Kontakte bestehen den zwischen beiden Orchestern?

H.K.: Wie schon erwähnt war ich 10 Jahre in Nußloch aktiv. Ich spielte bei der damaligen Feuerwehrkapelle als Nachfolger von Phillipp Braun zunächst die kleine Trommel (mit August Roth an der großen Trommel) um dann fast ein Jahrzehnt mit dem kombinierten Schlagzeug bei den Auftritten der Feuerwehrkapelle dabei zu sein. Besondere Erinnerungen habe ich an die Auftritte beim KCN und an die Begleitung der legendären „Deichseles Buwe“ vom MGV 1867 bei ihren Auftritten beim KCN. Ich bin förderndes Mitglied beim Musikverein und dem Verein auch durch Verwandtschaft (Schwager und Neffen) sehr verbunden.

T.F.: Zwischen beiden Orchestern bestand seit den sechziger Jahren eine intensive personelle Verbindung. Damals zählten Josef „Seppl“ Ziegler (Klarinette), Albert Rensch (Tenorhorn), Wolfgang Fertig (Tuba) alle aus Nußloch zum „Stammpersonal“ der Stadtkapelle Wiesloch. In der anderen Richtung wirkten Gerhard Hecker (Flügelhorn), Ferdinand Ehler (Trompete) und eben Horst Kummerow und sein Bruder Heinz (Tenorhorn) aus Wiesloch bei der damaligen Feuerwehrkapelle mit. Die Verbindung hat gewissermaßen Tradition und schließlich war unser Seppl Ziegler in der Zeit von 1972 bis 1977 Dirigent der Stadtkapelle Wiesloch.

Frage: Was erwartet die Zuhörer beim Gala-Doppelkonzert

T.F.: Ein Programm, ja ein musikalisches Spektakel, bei dem die Vielfalt der musikalischen Ausdrucksformen und Kompositionen in einer Art zum Ausdruck kommen wird, die man in Nußloch so noch nicht gehört und gesehen hat. Neben den Einzeldarbietungen der beiden Orchester, werden im zweiten Teil des Konzertes beide Orchester zusammen ein großes Blasorchester mit ca. 100 Musikerinnen und Musikern bilden, das von der Polka, über Märsche bis hin zu Rock-Pop-Titeln alles bieten wird.

H.K.: Die Stadtkapelle Wiesloch wird die Höhepunkte aus ihrem Ende April im Wieslocher Palatin dargebotenen Jubiläumskonzert zum Besten geben. Neben einer Auftragskomposition der Stadtkapelle Wiesloch unter dem Titel „Venatio Palatina“ (Rhapsodie über „Der Jäger aus Kurpfalz), wird mit den „Armenischen Tänzen“ des amerikanischen Komponisten Alfred Reed ein musikalisch anspruchsvolles aber nicht minder unterhaltsames Standardwerk der symphonischen Bläsermusik zum Vortrag kommen. Auch die beiden Sänger der Stadtkapelle Tine Groß und Kai Schmidt-Eisenlohr (ein Wieslocher der in Nußloch erfolgreich Handball gespielt hat) werden mit Rock-Pop-Nummern zum Gelingen des Konzertes beitragen.

T.F.: Für den gemeinsamen Konzertteil halten wir uns noch etwas bedeckt, es soll einige musikalische Überraschungen geben.

Frage: Wann und wo ist das Konzert und wo gibt es Eintrittskarten?

T.F.: Das Konzert findet im Rahmen der Feierlichkeiten zum 1250Jahrfeier der Gemeinde Nußloch statt. Schirmherr ist Bürgermeister Karl Rühl.

Der Termin ist am Sonntag, 12. Juni 2016 ab 17 Uhr in der Olympiahalle Nußloch. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf für 10,– € bei der Volksbank Kraichgau in Nußloch und für 12,– € an der Abendkasse. Für das leibliche Wohl vor dem Konzert, in der Pause und nach dem Konzert sorgen dankenswerter Weise die Frauen und Männer von der Handballabteilung der SG Nußloch.

H.K.: Wir laden alle Nußlocher Bürgerinnen und Bürger sowie die Blasmusikinteressierten aus der Region zu diesem außergewöhnlichen Konzertereignis herzlich ein um die Blasmusik auch einmal von einer anderen Seite kennen und ggf. schätzen zu lernen.

H.K./T.F.: Wir freuen uns gemeinsam über einen zahlreichen Besuch.